Dalmatiner von Arnestowo (FCI) - eingetragene Zuchtstätte seit 17.01.01


Hier geht's zum A-Wurf
B-Wurf

Aus Tamara vom Doracher und Snow Flake von Nassau

Geschichte

Eigentlich war Thea's B-Wurf ja auf Sommer 2003 geplant - doch fangen wir von vorne an: Stundenlanges Surfen und noch mehr Zeit zum Austauschen von Infos über E-Mail führten uns schlussendlich nach Florida zu den Woodwynd Dals und PhD Dr. Mary Lynn Jensen. Ihr Dalmatiner Woodwynd's Ursa Major sollte mittels tiefgefrorenen Samenzellen Vater in Arnestowo werden. Das tönt spannend und kompliziert und so war es auch. Weder Mühen noch Kosten wurden gescheut und ich gab zwei Monate vor der geplanten Geburt meine langjährige Stelle als Gemeindeschreiberin. Viele administrative Hindernisse wurden überwunden, nicht aber die Natur. Die künstliche Befruchtung erfolgte und schien vorerst Früchte zu tragen, 27 Tage lang. Der Ultraschall zeigte es dann vernichtend klar, keine Welpen in Theas Bauch, kein B-Wurf im Sommer 2003! Kein Job, aber viel Zeit und so haben wir statt junger Hunde von Juni bis November vier Würfe Findelkätzchen mit Thea als Ersatzmami grossgezogen und vermittelt.


       


Schön und gut und sinnvoll, doch eigentlich wollten wir ja H u n d e k i n d e r ! Nebst vermehrter Teilnahme an Agility Wettkämpfen schauten wir nach vorne: Bräutigam in Europa gesucht! Nicht irgendeiner! Wiederum surfen, mailen, anschauen, besuchen, Hunderte von Kilometern an den Wochenenden mit dem Auto unterwegs. Nicht nur einen schönen Rüden finden, nein den für Thea am besten Passenden (anatomisch, genetisch, charakterlich) und dann musste ja auch noch die zwischenmenschliche "Chemie" stimmen. Im Oktober 2003 fiel dann die Entscheidung. Das Warten auf Thea's Läufigkeit begann. So um Weihnachten rum, dachten wir, könnte es soweit sein. Doch Thea machte die Festtagsplanung zunichte. Am 28. Dez. 2003 ein Lichtblick: Thea gewann das Ballymore Agility Meeting über alle Klassen in der Kategorie Large. Hochstimmung bei mir, Hochform bei Thea. Nächster Wettkampf am 11. Januar: Thea im Parcours überaus kreativ - sie nahm die Hindernisse mit Begeisterung in wilder Reihenfolge, die Chronologie und meine Ruf- und Handzeichen wurden komplett ignoriert. Mensch Hund, was ist los? Mit einem EL im Leistungsheft kehrten wir nach Hause zurück und dann war alles klar: Die Hormone, sie spinnen, ein rotes Tröpfchen am Küchenboden, ... so trat sie endlich ein, die lang ersehnte Läufigkeit. Und dann Ende Januar, am 18. Tag der Läufigkeit nach zig Progesteron-Tests bei der Tierärztin für solche Fälle (Dr. C. Luder) war's soweit: Der ideale Zeitpunkt für die Verpaarung stand kurz bevor und die Ohren glühten vom Telefonieren. Wegen Schneestürmen und Eisglätte reisten die Klugen im Zuge und wir durften sehr attraktiven Besuch aus Deutschland in Basel abholen: Eine sehr hübsche Braune mit strahlend blauen Augen (Gattung homo sapiens) und ein kraftvoller weiss-schwarzer Getupfter mit braunen Augen (canis dalmatikus).

Snow Flake von Nassau (genannt Karlson), in welchen ich mich im Oktober 2003 verliebt hatte und seine Besitzerin, Anja Brandenstein waren ebenso aufgeregt wie ich. Was wir Menschen wollten, war klar und Snow Flake brauchte keine Erklärungen. Während der Fahrt von Basel nach Aristau rieb er sich beinahe die Nase wund an Thea's Autodecke wegen diesem ganz gewissen Duft! Kein Schnee und kein Eis konnten uns nunmehr aufhalten: B-Tüpfli's wo seid ihr! Karlson tat alles, um Thea's Gunst zu erringen, Kniefälle, Luftsprünge, zärtliche Stubser, feuchte Ohren, den Rest ersparen wir dem Leser, Karlson ist schliesslich ein Gentleman!
Papierkram und Champagner, angeregte Gespräche, welche sich alle um das eine Thema drehten, Spaziergänge in der Eiseskälte und Fotoshooting im ersten Morgenlicht. Es waren tolle 48 Stunden. Danke Anja, dass du Karlson der Zucht von Arnestowo als Deckrüde zur Verfügung gestellt hast; wir sind sind soooo freudig und erwartungsvoll, seinen Nachwuchs aufziehen zu dürfen.

Snow Flake von Nassau
Hochzeitsmarsch


Zu Karlson...

Karlson, also offiziell Snow Flake von Nassau hat einen sehr prominenten Vater: Spotnik's Special Selection, (siehe Link Ausstellungserfolge) aber eigentlich finden wir Snow Flake noch viel schöner als seinen Papa. Karlson war erst auf wenigen Ausstellungen zu sehen, hat aber an der Welthundeausstellung 2003 in Dortmund ein V4 in der offenen Klasse (50 Rüden) erreicht. Wir sind überzeugt, er kann es noch weit bringen. Snow Flake hat aus bisher sechs Würfen 49 Welpen gezeugt, die alle hörend und gesund waren.

Snow Flake im Schnee

Karlson, du bist nicht nur der Schönste, sondern auch noch ein ganz lieber, geduldiger Hund

Links zum (Vor-)Vater:
Snow Flake's Seite

Spotnik's Special Selection:
http://web.inter.nl.net/hcc/gwynmor/justselwyn.html
http://home.online.no/~spotnik/selwyn_shows.htm

He Leute, wir sind da...

28. März 2004 (Tag 60)

Am Sonntagabend um 21.22h hat als erstes unsere Schwester Beta* den Weg aus der inzwischen doch sehr engen WG nach draussen genommen; eine halbe Stunde lang hat Mami gekämpft für diesen Abgang. Was für ein Krampf! Dafür ging's nachher viel einfacher für uns andere. Um 01.00h morgens sind dann alle ausser Margrit schlafen gegangen, die dachten, sechs an der Zahl, nicht schlecht. Um 02.10h: Überraschung, noch ein Weibchen! Dann ist Margrit nach drei beinahe durchwachten Nächten eingenickt mit dem Gedanken, der Nachzügler ist jetzt ja auch da. Um halb Sechs dann, ach Mensch, da haben ja zwei schon ihre Halsbändchen abgestreift… ein gelbes lag ja da, aber welche Farbe fehlte dann noch! Schlaftrunken die Notizen durchgehen …, nochmals. Vielleicht sollte man mal die Welpen abzählen, nochmals - eine mehr als vorhin? Welche? Beides Hündinnen, beide etwa gleich gross! Die mit dem schon eingetrockneten Nabel und den Fledermausöhrchen musste die Gelbe sein. Erster Versuch mich zu überlisten ist gescheitert. Weitere folgen sicher noch! Wieder hellwach und amüsiert habe ich dem Gezappel und Gesäuge zugeschaut. Grosse Überraschung um 06.10h, ein weiteres Welpchen flutscht auf den Wurfkistenboden, der dritte Rüde ist geboren und drängt sich noch nicht einmal ganz abgenabelt an die nächste Zitze ran. Seine beiden Brüder brauchen auch dringend Verstärkung bei der weiblichen Übermacht. Fazit am Abend danach: 6 Hündinnen und 3 Rüden, auf den ersten und auf den zweiten Blick alle gesund, zwischen 300 und 420 Gramm schwer, gefrässig, keine schwarzen Ohren, keine Piraten. Mamma Thea hat nun eine anstrengende Zeit vor sich. Sie putzt und putzt und schaut, dass keines ihrer Kinder zu weit weg kriecht in der Wurfkiste, sonst holt sie es zart zurück oder ruft mich, wenn der Bauch grad voller Hundekinder hängt. Margrit, bring mir den Ausreisser zurück. Der letztgeborene, Breschnew, hat es nach nur 8 Stunden in dieser Welt sogar aus der Wurfkiste hinaus geschafft, nicht für sehr lange. Danke, Thea, Karlson, das habt ihr super gemacht.